Stichtag für ZILE-Förderanträge am 15.09.2020: jetzt beraten lassen!

zileberatungDie ZILE-Richtlinie bietet Ansätze zur Förderung von Projekten im Ländlichen Raum (ZILE = Zuwendungen für die Integrierte Ländliche Entwicklung). In vielen Bereich ist der 15. September jeden Jahres der Stichtag für die Einreichung von Anträgen beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL). Wenn Sie eine Idee für ein Projekt im Südlichen Osnabrücker Land haben, dann melden Sie sich am besten schon jetzt bei Ihrem Regionalmanagement.

Das Regionalmanagement bietet Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln, von der Erstellung der Projektskizze über die Suche nach Projektpartnern bis zum Verwendungsnachweis. Die Entwicklung eines guten Förderantrages braucht aber Zeit: Je eher sich Interessierte beim Regionalmanagement melden, desto besser. Natürlich ist die Beratung und Begleitung durch das Regionalmanagement kostenlos.

Die Bandbreite der nach der ZILE-Richtlinie förderfähigen Projekte ist hoch: Vom ländlichen Tourismus über Dorftreffpunkte bis hin zu Basisdienstleistungen und Grundversorgung ist vieles denkbar. Nicht nur Kommunen können dabei Antragsteller sein, sondern auch Privatpersonen und Vereine. Liegt eine Gemeinnützigkeit vor, so kann eine Förderquote von bis zu 63 % gewährt werden. Da das Südliche Osnabrücker Land eine ILE-Region ist, gibt es dazu noch 10 % "Bonus", so dass in diesem Fall bis zu 73 % Förderquote möglich sind. Ganz wichtig: Die Maßnahme darf noch nicht begonnen worden sein und der Zuschuss muss bei mindestens 2.500 Euro liegen. Alle weiteren Details können im Gespräch mit dem Regionalmanagement geklärt werden.

Rückschau: Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2020 in Berlin

igw2020Jedes Jahr findet in Berlin das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche statt. In diesem Jahr trafen sich die Experten für die Entwicklung des ländlichen Raumes am 22. und 23. Januar. Regionalmanager Hendrik Kettler war für das Südliche Osnabrücker Land mit dabei.

Besonders interessant war hier ein Fachforum zum Thema "Regionalfonds": Das sind regional verwaltete Fördermittel für kleine Projekte und Maßnahmen. Verschiedene Referent*innen, u.a. aus Rheinland-Pfalz und Sachsen, berichteten über ihre praktischen Erfahrungen mit diesem Ansatz und beantworteten Fragen aus dem Plenum. In der Regel stehen die Fördermittel aus den Regionalfonds für Vorhaben von Vereinen und Bürgerschaft zur Verfügung. Dabei können die Regionen selbst die Förderkriterien formulieren und die Entscheidung über die Mittelvergabe treffen. Für die Antragsteller bedeuten sie einen vergleichsweise unbürokratischen und schnellen Zugang zu Zuschüssen im Bereich Jugend, Kultur, Soziales etc.

Auch wenn die Förderbeträge meist relativ klein ausfallen, so können Regionalfonds doch einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung von Projekten für die Region leisten. In Niedersachsen ist das Modell zwar bislang noch nicht eingeführt worden; es ist aber möglich, dass die ländlichen Regionen auch hier demnächst davon profitieren können.

Wildbienen-Hotelier werden: noch bis 9. Februar 2020 bewerben!

bieneDie Wildbienen werden weniger: Mehr als 50 % der Wildbienen-Arten in Deutschland stehen auf der roten Liste gefährdeter Arten. Ein Mittel, gegen diesen Trend anzugehen, sind "Wildbienen-Hotels". Wenn diese Nisthilfen korrekt angelegt sind, können sie einen geeigneten Lebensraum für die Bienen bieten und zum Erhalt der Arten beitragen.

Die Barnhouse Naturprodukte GmbH hat dazu einen Wettbewerb ausgelobt, der sich an Gruppen wie z.B. Schulklassen, Kitas, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Seniorenheime usw. richtet. Diese können sich darum bewerben, Wildbienen-Hoteliers zu werden: Zu gewinnen gibt es 50 Nistkästen für Wildbienen, die mit speziellen Kokons ausgestattet sind; zusätzlich erhält jede Gewinner-Gruppe eine Wildblumenmischung, mit der außerdem eine Nahrungsgrundlage für Bienen geschaffen werden kann.

Der Wettbewerb läuft noch bis zum 9. Februar 2020 - also jetzt anmelden und mitmachen!

Das Südliche Osnabrücker Land soll ILE-Region bleiben: Positionspapier überreicht

pospapierDie ILE-Regionen im Landkreis Osnabrück sind eine Erfolgsgeschichte: Sie haben die Bürgerbeteiligung gestärkt und zahlreiche Projekte zur integrierten ländlichen Entwicklung umgesetzt. Noch ist allerdings unklar, ob die „Option ILE“ auch über das Ende der aktuellen Förderperiode hinaus bestehen bleibt. Mit einem Positionspapier haben sich die Regionen, darunter auch das Südliche Osnabrücker Land, jetzt dafür stark gemacht, die Integrierte Ländliche Entwicklung im Osnabrücker Land fortzuführen.

Am 4. Dezember übergab Landrätin Anna Kebschull zusammen mit zahlreichen Bürgermeister*innen aus dem gesamten Landkreis Osnabrück das Positionspapier an Staatssekretär Rainer Beckedorf, der die erkrankte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast vertrat. Für das Südliche Osnabrücker Land nahmen Dr. Magdalene Heuvelmann (Bürgermeisterin Glandorf) und Hendrik Kettler (Regionalmanager) an der Übergabe teil.

Ebenfalls anwesend waren Bürgermeister und Regionalmanager der übrigen vier ILE-Regionen des Landkreises, Kreisrat Dr. Winfried Wilkens, Norbert Wencker und Uwe-Heinz Bendig vom Amt für Regionale Landesentwicklung, sowie weitere Vertreter aus den Regionen, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

In dem Papier setzen sich die ILE-Regionen dafür ein, die integrierte ländliche Entwicklung auch in der nächsten EU-Förderperiode von 2021 bis 2027 fortzuführen. In den vergangenen Jahren wurden durch verschiedene Beteiligungsformate Bürger*innen in die Weiterentwicklung des ländlichen Raums einbezogen und diverse Projekte vor Ort umgesetzt. Beispielhaft für die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land sind unter anderem die Ausbildungsmesse Azubis werben Azubis, die geführten Touren zu Land und Wirtschaft, das Kunstprojekt "Lichtung der Bildhauer", das regionale "Netzwerk Betriebe-Schulen" sowie die Begleitung von Vereinen und Initiativen bei der Schaffung von Treffpunkten.

Staatssekretär Beckedorf erklärte, dass das Anliegen des Positionspapiers berücksichtigt werde. Er konnte jedoch keine Aussagen treffen, ob die integrierte ländliche Entwicklung fortgeführt wird. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land weiter bestehen bleibt.

Niedersächsischer Klimaschutz-Wettbewerb „Klima kommunal“ geht in die sechste Runde

klimakommunalDer Startschuss ist gefallen: Seit dem 1. November läuft die sechste Runde des niedersächsischen Klimaschutz-Wettbewerbs „Klima kommunal“. Hier können sich Kommunen um Geldpreise und den Titel „Niedersächsische Klimakommune 2020“ bewerben. Weitere Preise werden für „Leuchtturmprojekte“ im Klimaschutz vergeben. Diese können bereits abgeschlossen sein oder sich noch in Umsetzung befinden; auch innovative Projektideen können eingereicht werden.

Die Teilnahmefrist läuft noch bis zum 31. März 2020. Bewerben können sich Kommunen aller Größen sowie kommunale Unternehmen und Verbände. Eine Fachjury entscheidet dann bis zum Sommer über die Preisvergabe.

Neue Broschüre zu Fördermöglichkeiten für private Waldbesitzer

waldeigentuemerSturmtief Friederike, trockene Sommer, Käferfraß: All das hat den Wäldern schwer zugesetzt und die Waldfunktionen nachhaltig beeinträchtigt. Seit der schweren Dürre im Sommer 2018 sind neben den Nadelhölzern auch die Laubhölzer stark betroffen, was die Forstwirtschaft zusätzlich unter Druck setzt. Gerade die privaten Waldbesitzer sind nun auf Hilfen angewiesen, um die Aufarbeitung der Schäden angehen zu können.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat dazu eine Broschüre zusammengestellt, die als Download zur Verfügung steht oder gegen Schutzgebühr geordert werden kann. Sie gibt Auskunft über Förderoptionen von EU, Bund und Ländern und erklärt weiterhin, welche Maßnahmen förderfähig sind und wer antragsberechtigt ist. Ein Überblick über Entlastungsmöglichkeiten, Steuervergünstigungen sowie die Förderung von Naturschutzmaßnahmen im Wald ergänzt die Darstellungen.

Bildrechte: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)

ILE-Info: interessante Projekte aus den Regionen im Osnabrücker Land

ile info 2019Neben dem Südlichen Osnabrücker Land (SOL) gibt es noch vier weitere ILE-Regionen im Osnabrücker Land, nämlich Hufeisen, Melle, Wittlager Land und Nördliches Osnabrücker Land.

In den ILE-Regionen werden viele spannende Projekte durchgeführt, die allesamt zur Entwicklung der ländlichen Gebiete beitragen -  und mit diesen beschäftigt sich der gemeinsame Newsletter "ILE-Info", der jedes Jahr von den Regionalmanagements herausgebracht wird.

In der ILE-Info wird ein darüber Einblick gegeben, welche Vorhaben gerade im Osnabrücker Land umgesetzt werden bzw. abgeschlossen wurden. Dabei hat jede Region ihr eigenes Profil und eigene Projekt-Schwerpunkte.Ein Blick in den Newsletter lohnt sich, um vielleicht auch Anregungen aus der "Nachbarschaft" zu bekommen.

Was passiert im Osnabrücker Land? Die aktuelle Ausgabe der ILE-Info zeigt es auf!

TERRA.tracks erleben: Sternwanderung am 23. Juni in Bad Iburg

sternwanderungDie neuen TERRA.tracks im Osnabrücker Südkreis bieten ein einmaliges Wandererlebnis. Der Heimatbund Osnabrücker Land e.V. lädt gemeinsam mit dem Wanderverein Teutoburg e.V. am 23. Juni zu einer geführten Sternwanderung ein, um die Wege in und um Bad Iburg kennenzulernen. Drei verschiedene, attraktive Routen bieten landschaftliche und kulturelle Highlights; alle Touren starten auf dem Wanderparkplatz beim Restaurant Pfeffer & Minze in Sentrup.
Anmeldung wird bis 17. Juni erbeten bei Michael Hein, Natur-und Geopark TERRA.vita, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück, Tel. 0541-501- 4814, E-Mail: michael.hein@lkos.de.

Machen Sie mit - bei der Sternwanderung auf den TERRA.tracks!

Frischer Wind in alten Mauern: Ideen für die Umnutzung historischer Gebäude

neueslebenIn vielen ländlichen Städten und Gemeinden gibt es alte, ortsbildprägende Gebäude, die leer stehen oder von Leerstand bedroht sind. Und oft stellen sich Bürgerschaft und Eigentümer die Frage: "Wie hauchen wir dem alten Gemäuer erfolgreich neues Leben ein?"

Mit dieser Frage befasst sich auch eine neue Publikation des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Unter dem Titel "Neues Leben in historischen Gebäuden" wurden Erkenntnisse und Empfehlungen zusammengefasst, die sich auf die effektive und nachhaltige Nutzung historischer Gebäude beziehen.

Das Ergebnis: Leerstand kann durchaus eine Chance für den Ort sein, wenn man Trends richtig erkennt und nutzt. Junge Familien, Heimkehrer, "Stadtflüchter", Senioren, Unternehmer, Kreative, soziale Einrichtungen, örtliche Vereine... für all diese Nutzergruppen können alte Gebäude potenziell interessant werden. So können Wege gefunden werden, um historische Bauwerke als unverwechselbare Wahrzeichen ländlicher Regionen zu erhalten.

Bildnachweis: sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

 

Ehrensache - ein Magazin rund um das Thema Ehrenamt auf dem Land

MagazinEhrensacheEtwa 30 Millionen Menschen sind in Deutschland ehrenamtlich aktiv. Gerade in den ländlichen Gebieten leistet das Ehrenamt einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Gemeinschaft. Aber was macht das Ehrenamt auf dem Land so besonders? Welche verschiedenen Formen des Engagements gibt es? Und wie werden die ehrenamtlichen Aktivitäten gefördert?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das neue Magazin "Ehrensache" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Publikation informiert über Unterstützung für das Ehrenamt auf dem Land und stellt Förderprogramme, Personen und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen vor. In der neuen Ausgabe geht es unter anderem um eine App zur Vernetzung ab 55+, um Projekte junger Frauen auf dem Land sowie um vier Porträts von Menschen, die sich aktiv für die Gemeinschaft einsetzen. Viel Spaß beim Lesen!

(Bildquelle: BMEL)