Wort des Monats: Klimagerechtigkeit

ilek sol x des monatsDie Begriffe Klimawandel, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sind mittlerweile den meisten Menschen ein Begriff. Ein ebenfalls wichtiges Wort in diesem Zusammenhang ist die Klimagerechtigkeit – aber wofür könnte Klimagerechtigkeit stehen?

Klimagerechtigkeit schlägt mehr denn alles andere eine Brücke zwischen sozialen und ökologischen Themen und sorgt verstärkt für eine Verbindung zwischen Klimaschutz und Menschenrechte.
Denn die Klimakrise ist in weiten Teilen auch eine Frage der Gerechtigkeit.

Der Klimawandel betrifft weltweit alle Menschen, jedoch sind die Auswirkungen in unterschiedlichen Ausprägungen zu spüren. Dabei wird eins deutlich: insbesondere Menschen, die am Existenzminimum – beispielsweise im globalen Süden – leben und verhältnismäßig wenig zum Klimawandel beitragen, spüren die Auswirkungen am deutlichsten. Außerdem haben sie unzureichende Ressourcen, um sich gegen die Klimakrise abzusichern. In den Industriestaaten sieht dies i. d. R. anders aus: trotz großem Anteil an der Klimakrise sind die Auswirkungen dort weniger zu spüren bzw. durch die vorhandenen Ressourcen kann sich besser dagegen abgesichert werden. Dies kann man daher als Klimaungerechtigkeit bezeichnen.

Wenn also von Klimagerechtigkeit die Rede ist, dann wird u. a. verlangt, die durch die Klimakrise verstärkte Ungerechtigkeit anzuerkennen, auszugleichen und die Machtverhältnisse zu überwinden. Dies ist eine gemeinsame Verantwortung, jedoch insbesondere derer, die hauptsächlich die Krise zu verantworten haben.
Der Idee der Klimagerechtigkeit liegen eine Vielzahl an komplexen Überlegungen zu Grunde, weitere Informationen dazu gibt es auf folgenden Seiten zum Nachlesen:

Projekte und Kampagnen zur Klimagerechtigkeit können durch #ClimateOfChange gefördert werden. Es stehen Fördergelder für zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine und Jugendgruppen bereit, die sich mit Aktionen gegen die Klimakrise engagieren möchten. Bei den Aktionen sollten die Themen Klimawandel, klimabedingte Migration, ökologisch und sozial gerechte Transformation der Wirtschaft, Postwachstum und Suffizienz im Vordergrund stehen. Noch bis zum 30. Juni 2022 kann die Förderung in Höhe von maximal 6.000 Euro beantragt werden. Weitere Informationen und die Dokumente zur Antragstellung gibt es hier.