Zahl des Monats: 3,9 Millionen

ilek sol x des monatsGibt es in Deutschland einen Fachkräftemangel? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Derzeit ist ein flächendeckender Mangel noch nicht festzustellen; einige Branchen spüren aber bereits eine deutliche Verknappung an Fachkräften.

Der demografische Wandel ist hierbei ein wesentlicher Faktor. Durch die zunehmend alternde Gesellschaft entwickelt sich die Sicherung des Fachkräftebedarfs zunehmend zu einer Herausforderung. So wird sich der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland (20-65 Jahre) nach aktuellen Vorausberechnungen bis 2030 um 3,9 Millionen Personen verringern. Mit Blick auf das Jahr 2060 werden es schon 10,2 Millionen weniger Erwerbsfähige sein. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Unternehmen bei der Gewinnung und Ansprache von Fachkräften neue Wege gehen müssen.

Auch das Südliche Osnabrücker Land hält hierzu Angebote bereit, die mit den Entwicklungspartnern von MaßArbeit und Servicestelle Schule-Wirtschaft umgesetzt werden. Der regionale Austausch im „Netzwerk Betriebe-Schulen“ und die Ausbildungs- und Kontaktmesse Azubis werben Azubis gehören dazu. Ein neues Angebot für kleinere Firmen ist die „Azubi-Ansprache per Video“, die aktuell von Wirtschaftsförderung WIGOS und MaßArbeit umgesetzt wird.

Zahl des Monats: 3.000

ilek sol x des monatsViele Firmen und Unternehmen stehen durch die Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen; dazu gehört auch die Fortsetzung der betrieblichen Ausbildung. Jeder dritte Ausbildungsbetrieb sieht sich demnach gezwungen, die Ausbildung ganz oder teilweise auszusetzen.

Ein im Juni 2020 vom Koalitionsausschuss beschlossenes Konjunkturprogramm sowie ein Maßnahmenbündel der „Allianz für Ausbildung“ sollen hier insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen. So können Betriebe, die neue Ausbildungskapazitäten schaffen, Zuschüsse von 3.000 EUR pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag erhalten. KMU, die die bisherige Zahl an Ausbildungsplätzen aus den drei Vorjahren auch in 2020 erhalten, bekommen demnach 2.000 EUR für jeden neu geschlossenen Vertrag. Auch Betriebe, die Ausbildungsaktivitäten fortsetzen und Kurzarbeit für Ausbilder und Azubis vermeiden, können Fördermittel beantragen. So soll das Wegbrechen von Ausbildungsplätzen vermieden werden.

Zahl des Monats: 30 Millionen

ilek sol x des monats30 Millionen Euro pro Jahr: Mit diesem Etat soll die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt zukünftig ehrenamtliche Initiativen unterstützen. Insbesondere die strukturschwachen und ländlichen Räume sollen davon profitieren. Einem entsprechenden Gesetzentwurf hat der Bundesrat nun abschließend zugestimmt. Der Sitz der Stiftung wird in Neustrelitz sein; die Wahl dieses Standortes steht symbolhaft für die Stärkung strukturschwacher Regionen.

Die neue Stiftung wird der Tatsache Rechnung tragen, dass dem Ehrenamt eine große Bedeutung für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zukommt. Dabei ist es in ländlichen Gebieten oftmals schwerer, diese Strukturen aufzubauen und zu unterhalten. An dieser Stelle soll gezielt angesetzt werden, durch Beratungs- und Serviceangebote sowie durch Vernetzung vor Ort. Außerdem soll es um Schlüsselthemen wie z.B. Digitalisierung im Ehrenamt gehen.

Da in Deutschland über 30 Millionen Menschen im Ehrenamt und für das Gemeinwohl tätig sind, wird die Stiftung ihre Arbeit auf vielfältige Art und Weise unterstützen. Über die neuen Angebote und Leistungen werden wir berichten, sobald das Programm veröffentlicht ist.

Wort des Monats: Klimafolgenanpassung

ilek sol x des monatsDie Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich auf unterschiedliche Weise, am deutlichsten wohl an der Zunahme heißer Tage. Gerade die vergangenen beiden Sommer haben zu ausgeprägter Trockenheit geführt, so dass in einigen Regionen bereits Veränderungen in der Naturlandschaft wahrnehmbar sind. Hinzu kommen weitere extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser. Dabei sind Regionen durchaus unterschiedlich stark betroffen; man spricht hier von den „Verwundbarkeiten“, die von Ort zu Ort variieren können.

Mit den Auswirkungen des Klimawandels und dem Umgang mit den Verwundbarkeiten befasst sich die sog. „Klimafolgenanpassung“. Dabei geht es einerseits darum, ein Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels zu schaffen; andererseits werden Anpassungsstrategien mit den Akteuren einer Region entwickelt, um die Verwundbarkeiten zu identifizieren und gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Relevante Handlungsfelder können dabei z.B. Siedlungsraum und Stadtplanung, Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Gewerbe, Verkehr, Gesundheitswesen und Tourismus sein. Konsens ist, dass Klimaschutz und Klimafolgenanpassung Hand in Hand gehen müssen; zur Behandlung der Ursachen, aber auch zur Bewältigung der Symptome des Klimawandels.

Weitere Informationen zum Thema hält z.B. das Wuppertal Institut bereit.

Wort des Monats: Erdüberlastungstag

ilek sol x des monatsWenn man "über seine Verhältnisse lebt", dann geht das meist nur für eine bestimmte Zeit. So verhält es sich auch mit dem globalen Verbrauch von Ressourcen: Der "Erdüberlastungstag" (engl. "Earth Overshoot Day") soll daran erinnern, dass die menschliche Nachfrage nach Rohstoffen die Kapazität zur Reproduktion dieser Ressourcen weit übersteigt. Jedes Jahr gibt es daher einen "Stichtag", an dem die natürlichen Ressourcen der Erde für ein Jahr aufgebraucht sind. In diesem Jahr ist dieser Stichtag bereits am 29. Juli - ab heute lebt die Menschheit damit für die restlichen fünf Monate des Jahres in einem Ressourcendefizit, sozusagen "auf Pump".

Doch was bedeutet das? Schließlich wird schon seit langer Zeit jedes Jahr ein Defizit verbucht, wenn es um den Verbrauch natürlicher Rohstoffe geht. Das Problem ist, dass es anderthalb Erden bräuchte, um den Bedarf an Ressourcen abzufedern. Erscheinungen wie der Treibhauseffekt, die schwindende Artenvielfalt, die Überfischung der Meere und die Abholzung der Wälder sind Zeugnis dafür, dass der weltweite Rohstoffverbrauch zu einem wachsenden Problem wird. Ein Umdenken ist notwendig, jeder kann im persönlichen Umfeld einen Beitrag dazu leisten.  

Zahl des Monats: 83 Millionen

ilek sol x des monatsMit 83 Millionen Einwohnern erlebt Deutschland derzeit ein "Zwischenhoch", was die Zahl der Einwohner angeht. Zu diesem Schluss kommt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einer aktuellen Studie mit dem Titel "Die demografische Lage der Nation. Wie zukunftsfähig Deutschlands Regionen sind". Aber auch angesichts der neuen Rekordmarke sind die Herausforderungen des Demografischen Wandels nicht gelöst; hier lassen sich allerdings auf der regionalen Ebene zum Teil große Unterschiede ablesen. Welche Regionen besonders stark betroffen sind bzw. wo noch "Inseln der Glückseligen" bestehen, das kann der Studie im Detail entnommen werden. Hierzu hat man eigens eine regionale Bevölkerungsprognose für alle 401 Kreise und kreisfreien Städte berechnen lassen. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die für jeden Landkreis vergebenen "Schulnoten". Hier ist der Landkreis Osnabrück z.B. mit einer Note von 3,21 (noch) im "grünen" Bereich.

Begriff des Monats: Projektmanagement

ilek sol x des monatsWohl jedem ist der Begriff schon einmal untergekommen, aber was beinhaltet Projektmanagement eigentlich genau? Vereinfachend lässt sich sagen: Projektmanagement umfasst alles, was mit der erfolgreichen Abwicklung von Projekten zu tun hat, von der ersten Idee bis zum Abschluss.

Im Verlauf eines Projektes lassen sich verschiedene Phasen abgrenzen, die manchmal auch als „Prozessgruppen“ bezeichnet werden. Die Initiierung ist die erste Phase, bei der alle Beteiligten mit Informationen versorgt und der Grundstein für das Projekt gelegt wird. In der Planungsphase werden die notwendigen Projektschritte identifiziert und Inhalte festgelegt. Wichtig sind dabei u.a. die Einschätzung der Kosten und das Setzen von Meilensteinen für das Projekt; häufig werden in dieser Phase auch Finanz- bzw. Fördermittel eingeworben. In der Phase der Ausführung werden die Schritte koordiniert, die man in der Planungsphase festgelegt hat. Wesentliche Punkte sind hier z.B. die Überwachung von Arbeitspaketen, die aufeinander aufbauen sowie die Qualitätssicherung. Die stetige Überwachung der Projektschritte ist Voraussetzung für die Erfolgskontrolle – und um im Bedarfsfall Änderungen veranlassen zu können. Am Ende des Projektes steht der Abschluss: Wurden alle Arbeiten ausgeführt, die Rechnungen bezahlt? Sind die Verwendungsnachweise über die Fördermittel vollständig? Häufig beinhaltet der Abschluss auch einen Projektbericht mit Fotodokumentation, der den Beteiligten zur Verfügung gestellt wird.

In der Praxis hilft ein strukturiertes Projektmanagement bei der erfolgreichen Umsetzung von Projekten. Sie haben eine Idee, die der ländlichen Entwicklung dient und der Allgemeinheit zugutekommt? Dann unterstützt Ihr Regionalmanager Hendrik Kettler Sie beim erfolgreichen Projektmanagement.

Zahl des Monats: 273.000

ilek sol x des monatsSeit dem 18. April 2018 läuft die sechste niedersächsische Landesgartenschau in Bad Iburg. Bereits zum zweiten Mal wird damit eine Landesgartenschau im Landkreis Osnabrück durchgeführt, die erste fand 2010 in der Gemeinde Bad Essen statt.

Am 11. Juli wurden jetzt nach 88 Tagen die Besucherzahlen zur „Halbzeit“ herausgegeben, mit einem sehr positiven Ergebnis: Bereits 273.000 Besuche zählt die Veranstaltung, womit die Erwartungen deutlich übertroffen wurden. Und auch zukünftig wird mit vielen Besuchern gerechnet, da die Sommerferien in den Niederlanden und in NRW erst noch anfangen. Eine sehr erfreuliche Halbzeitbilanz, zu der wir herzlich gratulieren!

Wer die Landesgartenschau in Bad Iburg besuchen möchte, hat noch bis zum 14. Oktober 2018 Gelegenheit dazu – es lohnt sich! Auch ein Besuch auf der „Lichtung der Bildhauer“ sollte auf jeden Fall eingeplant werden.

Wort des Monats: Innenentwicklung

ilek sol x des monats„Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ lautet seit einigen Jahren das Motto der nachhaltigen Ortsentwicklung. Aber was bedeutet das konkret? Eine große Herausforderung, vor der auch kleine und mittlere Kommunen stehen, ist der Flächenverbrauch. Der soll generell reduziert werden: Allein in Niedersachen werden durchschnittlich 9,5 ha an Fläche durch Siedlungs- und Verkehrsflächen in Anspruch genommen – und das Tag für Tag (Stand 2015).

Diese Fläche ist dann auf lange Jahre für andere Nutzungen verloren, ganz zu schweigen von den Folgen für Natur und Umwelt. Daher ist der Fokus auf die Innenentwicklung zum Ideal der Planung geworden. Dazu gehört die Konzentration auf eine effektive Entwicklung im Ortskern; wo möglich auch durch Neubauten, die auf die Bedarfe der Einwohner zugeschnitten sind. Dazu kommt die Entwicklung der in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Bau- und Gewerbegebiete, auch mit Blick auf die Nutzung von Baulücken und (zukünftigen) Leerständen. Auch innerörtliche Brachflächen wie alte Bahnhöfe oder Industriebrachen können neue Nutzungsimpulse erfahren.

Letztlich gilt: Neue Bauflächen sollten nur ausgewiesen werden, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind; dabei ist die Schließung von Lücken zwischen bestehenden Baugebieten generell effektiver als die Schaffung neuer, abgetrennter Siedlungsbereiche. Schließlich geht es auch um die Gemeindefinanzen: Baugebiete im Außenbereich bringen hohe Folgekosten bei der technischen Infrastruktur (Leitungen, Straßen, Kanäle etc.) mit sich. Standorte im Innenbereich, die sich gut in bestehende Strukturen einpassen, verringern diese.

Zahl des Monats: 350

ilek sol x des monatsAls Wanderregion hält das Südliche Osnabrücker Land einige Highlights bereit. Abwechslungsreiche Landschaften, die Höhenzüge des Teutoburger Waldes und sehenswerte Städte und Gemeinden bieten vielfältige Destinationen für Wanderer. Der Naturpark TERRA.vita entwickelt das Angebot mit seinem ambitionierten „Masterplan Wandern“ nun konsequent weiter. Auf einem 350 km (!) langen Netz an Qualitäts-Wanderwegen werden Beschilderung, Wegweisung und Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht, um den wachsenden Ansprüchen der Wanderfreunde entsprechen zu können. So kann das Osnabrücker Land auch in Zukunft ein attraktives und zeitgemäßes Wandererlebnis bieten.

Die erste Ausbaustufe des Masterplans, die 2017 begonnen hat, umfasst die Regionen SOL, Melle und den südlichen Teil der Hufeisen-Region. Bereits zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2018 konnten die ersten Qualitätswanderrouten in und um Bad Iburg freigegeben werden, die anderen Wege werden bis zum Herbst fertiggestellt. Und in diesem Jahr läuft auch schon die zweite Umsetzungsphase des Masterplans Wandern im Bereich nördlich von Osnabrück an, die 2019 abgeschlossen werden soll. Hier kommen dann noch mehrere hundert Kilometer an Qualitätswegen dazu.

Wir wünschen unserem Partner TERRA.vita weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung und freuen uns auf spannende Touren im Top-Wanderrevier Osnabrücker Land!