Zahl des Monats: 37

...des Monats37 % der Bevölkerung ab 14 Jahren engagieren sich in Niedersachsen ehrenamtlich und tragen so einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander bei. Die Bandbreite an Bereichen, in denen ehrenamtliches Engagement stattfindet, ist groß: vom sozialen und kulturellen über den sportlichen bis hin zum politischen und gesellschaftlichen Bereich ist alles dabei. Dabei gibt es ganz vielfältige Möglichkeiten für das Engagement.

Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist für viele ein guter Ausgleich zum Alltag in beispielweise Schule, Beruf oder Ruhestand und bietet die Chance, etwas für das Gemeinwohl zu tun und andere Menschen zu unterstützen. Außerdem hilft es, sich und seine Kompetenzen weiterzuentwickeln und die eigenen Stärken und Talente kennenzulernen – und der Spaß kommt dabei auch nicht zu kurz!

Auch für das SOL und die ländliche Entwicklung der Region spielt das Ehrenamt eine wichtige Rolle. Viele Menschen aus den SOL-Kommunen engagieren sich bei der Feuerwehr, in Kinder- und Jugendgruppen, beim Sport- oder auch Schützenverein sowie in der Flüchtlings- und Seniorenhilfe. In den letzten Jahren konnten die Vereine und ehrenamtlichen Initiativen bereits einige Projekte mit Unterstützung des Regionalmanagements umsetzen. Dazu zählt beispielsweise die Errichtung einer Sitzecke in Schwege durch eine Nachbarschaft – nur eine von mehreren Initiativen, die sich um Treffpunkte für die Bevölkerung im SOL bemüht. Über diese bisher und auch zukünftig enge Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich Engagierten freut sich das Regionalmanagement sehr.

Wort des Monats: Coworking

... des MonatsCoworking fand in den letzten Jahren vor allem in Ballungsräumen großen Anklang. Auch für den ländlichen Raum bietet dieses noch recht junge Konzept einige Potenziale.
Aber wofür steht Coworking überhaupt? Ganz einfach lässt sich dieser englische Begriff als „zusammenarbeiten“ übersetzen. Doch eigentlich verbirgt sich hinter dem Begriff noch viel mehr: von Startups über Freiberuflern bis hin zu digitalen Nomaden und unabhängigen Kreativen – in sogenannten Coworking Spaces kommen sie alle zusammen und profitieren voneinander. Neben „geschlossenen“ Flächen, wie Büros und Konferenzräume, stehen auch verschiedene Gemeinschaftsräume zur Verfügung. So lässt sich auf der einen Seite unabhängig an individuellen Projekten arbeiten und auf der anderen Seite gehören Austausch und gegenseitige Unterstützung zum Alltag in Coworking Spaces. Auf verschiedene Arten kann jeder Teil eines Coworking Spaces werden – neben einem festen Arbeitsplatz (Fixdesk) können auch sogenannte Flexdesk gebucht werden, bei dem der Arbeitsplatz flexibel und somit nicht jeden Tag der gleiche ist. Auch die Dauer der Buchung kann grundsätzlich flexibel gehandhabt werden. Ob nur für einen Tag oder für einen längeren Zeitraum, die Türen stehen damit allen Interessierten je nach Bedarf und Arbeitsweise offen.

Die Trendstudie „Coworking im ländlichen Raum“ hat zum ersten Mal die Möglichkeiten von Coworking Spaces im ländlichen Raum untersucht. Spannende Erkenntnisse und einige erfolgreiche Beispiele finden sich in der Studie – ein Blick in die Veröffentlichung lohnt sich daher auf jeden Fall! Tipps und Praxisempfehlungen zur Gründung von Coworking Spaces im ländlichen Raum wurden außerdem in dem Leitfaden „Coworking auf dem Land – Wie es gelingt und was es dafür braucht“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammengefasst.

Eine Vorstellung verschiedener Best Practice im ländlichen Raum sowie weitere Informationen gibt es zusätzlich unter Die 10 besten Coworking Spaces auf dem Land und Megatrend Coworking 2020: Was ist das?.

Wort des Monats: Förderantrag

ilek sol x des monatsRegionalmanagement und Förderantrag – die beiden Begriffe gehören einfach zusammen! Sobald es um die Beantragung einer möglichen Projektförderung geht, kommt schnell der Begriff Förderantrag ins Spiel. Dieser ist in der Regel eine notwendige Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln. Aber was verbirgt sich überhaupt hinter einem Förderantrag? Viele Stiftungen und Mittelgeber haben dabei unterschiedliche und mehr oder wenig konkrete Vorgaben zu den Anträgen. Man kann daher nicht von dem einen richtigen Förderantrag sprechen, sondern muss ihn immer dem jeweiligen Förderprogramm anpassen.  

Ähnlichkeiten gibt es bei den Vorgaben aber auch. Fehlen darf grundsätzlich nicht die Beschreibung des Projektes, der Umfang wird dabei oftmals von den Mittelgebern vorgegeben. Auch ein Überblick über die Kosten- und Finanzierungsplanung wird häufig verlangt. Ausgefüllt werden muss bei dem Großteil der Fördermittelgeber ein vorgefertigtes Antragsdokument. Unabhängig von dem Fördermittelgeber sollte darauf geachtet werden, dass die aktuelle Situation, die Ziele und die dafür vorgesehenen Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind und das Projekt so zur Verbesserung der Ausgangssituation beiträgt.  

Mit einem guten Förderantrag steht und fällt die Fördermittelbewilligung. Wenn Sie bei der Erstellung des Förderantrages Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gerne an das Regionalmanagement unter info@ilek-sol.de oder Tel. 05403-404 63.  

Zahl des Monats: 202

ilek sol x des monats202 ZILE-Anträge gingen beim ArL in der Geschäftsstelle Osnabrück zum Stichtag 15. Oktober 2020 mit einer beantragten Fördersumme von 22,9 Mio. Euro ein. Dies ist eine erneute Steigerung gegenüber der Zahl der eingereichten Anträge zum Förderstichtag aus dem Jahr 2019. 37 Anträge kommen dabei aus dem Südlichen Osnabrücker Land. Eingereicht wurden die Anträge von Kommunen, Vereinen und Privatpersonen.

Diese Zahl der Anträge unterstreicht deutlich die vielen Aktivitäten im SOL. Die unterschiedlichen Förderbereiche der ZILE-Richtlinie wie Dorfentwicklung, Basisdienstleistungen, Ländlicher Tourismus oder Kulturerbe stehen auch für die Themenvielfalt der eingereichten Anträge. Eins ist für alle gleich: Jeder Antragsteller profitiert bei einem positiven Bescheid vom Förderbonus durch die Zugehörigkeit zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land. Öffentliche Projekte oder gemeinnützige Vereine erhalten 10 % ILE-Bonus, private Maßnahmen 5% ILE-Bonus. Wir drücken allen Antragstellern die Daumen!

Für Fragen zur ZILE-Richtlinie stehe ich Ihnen als Regionalmanager gerne zur Verfügung!

Link ZILE-Richtlinie

Zahl des Monats: 3,9 Millionen

ilek sol x des monatsGibt es in Deutschland einen Fachkräftemangel? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Derzeit ist ein flächendeckender Mangel noch nicht festzustellen; einige Branchen spüren aber bereits eine deutliche Verknappung an Fachkräften.

Der demografische Wandel ist hierbei ein wesentlicher Faktor. Durch die zunehmend alternde Gesellschaft entwickelt sich die Sicherung des Fachkräftebedarfs zunehmend zu einer Herausforderung. So wird sich der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland (20-65 Jahre) nach aktuellen Vorausberechnungen bis 2030 um 3,9 Millionen Personen verringern. Mit Blick auf das Jahr 2060 werden es schon 10,2 Millionen weniger Erwerbsfähige sein. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Unternehmen bei der Gewinnung und Ansprache von Fachkräften neue Wege gehen müssen.

Auch das Südliche Osnabrücker Land hält hierzu Angebote bereit, die mit den Entwicklungspartnern von MaßArbeit und Servicestelle Schule-Wirtschaft umgesetzt werden. Der regionale Austausch im „Netzwerk Betriebe-Schulen“ und die Ausbildungs- und Kontaktmesse Azubis werben Azubis gehören dazu. Ein neues Angebot für kleinere Firmen ist die „Azubi-Ansprache per Video“, die aktuell von Wirtschaftsförderung WIGOS und MaßArbeit umgesetzt wird.

Zahl des Monats: 3.000

ilek sol x des monatsViele Firmen und Unternehmen stehen durch die Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen; dazu gehört auch die Fortsetzung der betrieblichen Ausbildung. Jeder dritte Ausbildungsbetrieb sieht sich demnach gezwungen, die Ausbildung ganz oder teilweise auszusetzen.

Ein im Juni 2020 vom Koalitionsausschuss beschlossenes Konjunkturprogramm sowie ein Maßnahmenbündel der „Allianz für Ausbildung“ sollen hier insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen. So können Betriebe, die neue Ausbildungskapazitäten schaffen, Zuschüsse von 3.000 EUR pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag erhalten. KMU, die die bisherige Zahl an Ausbildungsplätzen aus den drei Vorjahren auch in 2020 erhalten, bekommen demnach 2.000 EUR für jeden neu geschlossenen Vertrag. Auch Betriebe, die Ausbildungsaktivitäten fortsetzen und Kurzarbeit für Ausbilder und Azubis vermeiden, können Fördermittel beantragen. So soll das Wegbrechen von Ausbildungsplätzen vermieden werden.

Zahl des Monats: 30 Millionen

ilek sol x des monats30 Millionen Euro pro Jahr: Mit diesem Etat soll die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt zukünftig ehrenamtliche Initiativen unterstützen. Insbesondere die strukturschwachen und ländlichen Räume sollen davon profitieren. Einem entsprechenden Gesetzentwurf hat der Bundesrat nun abschließend zugestimmt. Der Sitz der Stiftung wird in Neustrelitz sein; die Wahl dieses Standortes steht symbolhaft für die Stärkung strukturschwacher Regionen.

Die neue Stiftung wird der Tatsache Rechnung tragen, dass dem Ehrenamt eine große Bedeutung für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zukommt. Dabei ist es in ländlichen Gebieten oftmals schwerer, diese Strukturen aufzubauen und zu unterhalten. An dieser Stelle soll gezielt angesetzt werden, durch Beratungs- und Serviceangebote sowie durch Vernetzung vor Ort. Außerdem soll es um Schlüsselthemen wie z.B. Digitalisierung im Ehrenamt gehen.

Da in Deutschland über 30 Millionen Menschen im Ehrenamt und für das Gemeinwohl tätig sind, wird die Stiftung ihre Arbeit auf vielfältige Art und Weise unterstützen. Über die neuen Angebote und Leistungen werden wir berichten, sobald das Programm veröffentlicht ist.

Wort des Monats: Klimafolgenanpassung

ilek sol x des monatsDie Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich auf unterschiedliche Weise, am deutlichsten wohl an der Zunahme heißer Tage. Gerade die vergangenen beiden Sommer haben zu ausgeprägter Trockenheit geführt, so dass in einigen Regionen bereits Veränderungen in der Naturlandschaft wahrnehmbar sind. Hinzu kommen weitere extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser. Dabei sind Regionen durchaus unterschiedlich stark betroffen; man spricht hier von den „Verwundbarkeiten“, die von Ort zu Ort variieren können.

Mit den Auswirkungen des Klimawandels und dem Umgang mit den Verwundbarkeiten befasst sich die sog. „Klimafolgenanpassung“. Dabei geht es einerseits darum, ein Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels zu schaffen; andererseits werden Anpassungsstrategien mit den Akteuren einer Region entwickelt, um die Verwundbarkeiten zu identifizieren und gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Relevante Handlungsfelder können dabei z.B. Siedlungsraum und Stadtplanung, Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Gewerbe, Verkehr, Gesundheitswesen und Tourismus sein. Konsens ist, dass Klimaschutz und Klimafolgenanpassung Hand in Hand gehen müssen; zur Behandlung der Ursachen, aber auch zur Bewältigung der Symptome des Klimawandels.

Weitere Informationen zum Thema hält z.B. das Wuppertal Institut bereit.

Wort des Monats: Erdüberlastungstag

ilek sol x des monatsWenn man "über seine Verhältnisse lebt", dann geht das meist nur für eine bestimmte Zeit. So verhält es sich auch mit dem globalen Verbrauch von Ressourcen: Der "Erdüberlastungstag" (engl. "Earth Overshoot Day") soll daran erinnern, dass die menschliche Nachfrage nach Rohstoffen die Kapazität zur Reproduktion dieser Ressourcen weit übersteigt. Jedes Jahr gibt es daher einen "Stichtag", an dem die natürlichen Ressourcen der Erde für ein Jahr aufgebraucht sind. In diesem Jahr ist dieser Stichtag bereits am 29. Juli - ab heute lebt die Menschheit damit für die restlichen fünf Monate des Jahres in einem Ressourcendefizit, sozusagen "auf Pump".

Doch was bedeutet das? Schließlich wird schon seit langer Zeit jedes Jahr ein Defizit verbucht, wenn es um den Verbrauch natürlicher Rohstoffe geht. Das Problem ist, dass es anderthalb Erden bräuchte, um den Bedarf an Ressourcen abzufedern. Erscheinungen wie der Treibhauseffekt, die schwindende Artenvielfalt, die Überfischung der Meere und die Abholzung der Wälder sind Zeugnis dafür, dass der weltweite Rohstoffverbrauch zu einem wachsenden Problem wird. Ein Umdenken ist notwendig, jeder kann im persönlichen Umfeld einen Beitrag dazu leisten.  

Zahl des Monats: 83 Millionen

ilek sol x des monatsMit 83 Millionen Einwohnern erlebt Deutschland derzeit ein "Zwischenhoch", was die Zahl der Einwohner angeht. Zu diesem Schluss kommt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einer aktuellen Studie mit dem Titel "Die demografische Lage der Nation. Wie zukunftsfähig Deutschlands Regionen sind". Aber auch angesichts der neuen Rekordmarke sind die Herausforderungen des Demografischen Wandels nicht gelöst; hier lassen sich allerdings auf der regionalen Ebene zum Teil große Unterschiede ablesen. Welche Regionen besonders stark betroffen sind bzw. wo noch "Inseln der Glückseligen" bestehen, das kann der Studie im Detail entnommen werden. Hierzu hat man eigens eine regionale Bevölkerungsprognose für alle 401 Kreise und kreisfreien Städte berechnen lassen. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die für jeden Landkreis vergebenen "Schulnoten". Hier ist der Landkreis Osnabrück z.B. mit einer Note von 3,21 (noch) im "grünen" Bereich.