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Eine Übersicht im Förderdschungel von Bund, Ländern und EU bietet die Förderdatenbank - oder Ihr Regionalmanagement! :)

Was das Osnabrücker Land zu bieten hat: ARBEITEN im Osnabrücker Land gibt Infos zu mehreren tausend Stellenangeboten - aus dem SOL und dem ganzen Landkreis.

Drei Fragen an Dr. Winfried Wilkens, Landkreis Osnabrück, Kreisrat

Dr Wilkens➢Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Position und Ihren Bezug zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land und zum Regionalmanagement.

Die SOL-Bürgermeister*innen haben mich als ständigen Vertreter des Landkreises eingeladen in der Steuerungsgruppe mitzuwirken. Dafür bin ich dankbar, weil ich auf diese Weise immer „taufrische“ Informationen aus dem Kreishaus in die Rathäuser und ins Regionalmanagement und umgekehrt übermitteln kann. Das gemeinsame Nachdenken über Projekte und Initiativen ist ausgesprochen fruchtbar.

➢Herr Dr. Wilkens, wie erleben Sie die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land?

Im Regionalmanagement, in der Steuerungsgruppe und auch in den diversen fachlichen Runden, ist viel Kreativität und Lust an der Gestaltung zu spüren. Nach meiner Überzeugung hat ILE SOL die Gemeinden und damit auch den Landkreis vorangebracht. Deshalb wünsche ich mir eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit in der bevorstehenden, neuen EU-Förderperiode. Vom Land Niedersachsen wünsche ich mir, dass die Gemeinden auch in Zukunft im Rahmen der Integrierten ländlichen Entwicklung – also ILE – zusammenarbeiten können.

➢Welche Vorteile ergeben sich aus der Kooperation für Städte und Gemeinden im ländlichen Raum?

Die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg, in Zeiten immer komplexer werdender Themen, ist wertvoller denn je. Nicht jedes Thema muss in jedem Rathaus „neu erfunden“ werden. Es ist gut voneinander zu wissen, zu lernen und aktiv zu werden. Die „Sahnehaube“ ist, dass es für die SOL-Gemeinden als gemeinsamen „Motor“ das Regionalmanagement gibt. So gelingen viele Kooperationen.

(Bildnachweis: Landkreis Osnabrück)

 

Drei Fragen an Christian Klein, Amt für regionale Landesentwicklung (ArL)

Christian Klein Quer min➢Welche Position und welchen Bezug zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land haben Sie?

Seit August 2017 arbeite ich beim ArL und bin seit Anfang 2018 für das Südl. Osnabrücker Land zuständig. Seitdem habe ich sehr viele schöne Projekte begleitet und unterstützt. Durch die offene und produktive Zusammenarbeit mit den Antragstellern, Gemeinden und Planungsbüros ist mir die Region in dieser Zeit ans Herz gewachsen.

➢Welche Zukunftsaufgaben sehen Sie für die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land?

Der demographische Wandel ist eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. Das gilt auch für das Südliche Osnabrücker Land. Es ist wichtig, die notwendige Barrierefreiheit herzustellen und zielgruppengerechte Angebote zu schaffen und zu erhalten. Dabei gilt es die richtige Balance zu finden, um gleichermaßen ein attraktiver Standort für Familien, Senioren, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu bleiben.

➢Welchen Beitrag kann die Integrierte Ländliche Entwicklung leisten?

Sie kann einen großen Beitrag zum Gemeinschaftsleben im Ort beitragen. Die oben bereits erwähnten Angebote für die verschiedenen Zielgruppen können wir mit unseren Förderlinien unterstützen. Das reicht von Mehrgenerationenhäusern und Dorfgemeinschaftshäusern bis hin zu Vereinsheimen und Sport- und Freizeitanlagen.

(Bildnachweis: ArL)

29 Radroutenpaten und -patinnen für das Osnabrücker Land

routenpatentolSechs Radfernwege, 62 Radtouren, 2.800 km Radwege,15.351 Wegweiser und seit kurzem 29 ehrenamtliche Routenpaten und -patinnen sorgen im Osnabrücker Land für ein erstklassiges Radfahrangebot.

Beim ersten Auftakttreffen erhielten die neuen ehrenamtlichen Helfer nicht nur einen Einblick in das Radverkehrsleitsystem, das grundsätzlich von der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land (TOL) betreut wird, sondern mit Karten- und Informationsmaterial, Gartenschere und Glasreiniger auch eine Grundausstattung für ihre Kontrollfahrten. Mindestens zwei Mal im Jahr fahren die Routenpaten und -patinnen zukünftig „ihre“ Wege ab und kontrollieren den Zustand der Beschilderung. Fehler können auf digitalem Wege direkt an die TOL gemeldet werden, die umgehend die Reparatur oder Ersatzbeschilderung veranlasst.

Begeistert über die große Resonanz und das ehrenamtliche Engagement zeigte sich TOL-Geschäftsführerin Petra Rosenbach: „Wir freuen uns sehr, dass unserem Aufruf viele passionierte Radfahrer/-innen gefolgt sind. Das beweist die Beliebtheit des Radfahrens und die hohe Identifikation mit dem Osnabrücker Land als Radregion.“

(Bildnachweis: TOL, Heike Albers)

Austausch der ILE-Regionalmanagements in Uchte

austauschuchteRegionalmanager Hendrik Kettler (Foto rechts) hat sich vergangene Woche nach Uchte aufgemacht, gemeinsam mit seinen Kolleg*innen der pro-t-in GmbH – Mona Bestermann, Regionalmanagerin Hufeisen und Karsten Perkuhn, Regionalmanager Wittlager Land. Grund für die Fahrt in den Landkreis Nienburg/Weser war der alljährliche Austausch der niedersächsischen ILE-Regionalmanagements. Bei diesen Treffen kommen aktuelle Themen auf den Tisch und es besteht die Möglichkeit, Projekte vorzustellen. Uchte liegt in der ILE-Region Mitte Niedersachsen, die dieses Jahr Gastgeberin war. Vorgestellt wurde die Region von Regionalmanager Stephan Landau.

Passend zur Veranstaltung wurde von den Organisatoren auch der Ort des Treffens ausgewählt. Auf dem Hof Frien, dessen Umgestaltung in den letzten Jahren durch ZILE-Mittel gefördert wurde, diskutierten die Regionalmanager*innen unter anderem über die Forführung der Integrierten Ländlichen Entwicklung, kurz ILE, in Niedersachsen. Außerdem wurden die Ergebnisse der Evaluation der Regionalmanagements vorgestellt und das Thema Dorfmoderation erörtert.

(Foto: pro-t-in GmbH)

Zahl des Monats: 3,9 Millionen

ilek sol x des monatsGibt es in Deutschland einen Fachkräftemangel? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Derzeit ist ein flächendeckender Mangel noch nicht festzustellen; einige Branchen spüren aber bereits eine deutliche Verknappung an Fachkräften.

Der demografische Wandel ist hierbei ein wesentlicher Faktor. Durch die zunehmend alternde Gesellschaft entwickelt sich die Sicherung des Fachkräftebedarfs zunehmend zu einer Herausforderung. So wird sich der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland (20-65 Jahre) nach aktuellen Vorausberechnungen bis 2030 um 3,9 Millionen Personen verringern. Mit Blick auf das Jahr 2060 werden es schon 10,2 Millionen weniger Erwerbsfähige sein. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Unternehmen bei der Gewinnung und Ansprache von Fachkräften neue Wege gehen müssen.

Auch das Südliche Osnabrücker Land hält hierzu Angebote bereit, die mit den Entwicklungspartnern von MaßArbeit und Servicestelle Schule-Wirtschaft umgesetzt werden. Der regionale Austausch im „Netzwerk Betriebe-Schulen“ und die Ausbildungs- und Kontaktmesse Azubis werben Azubis gehören dazu. Ein neues Angebot für kleinere Firmen ist die „Azubi-Ansprache per Video“, die aktuell von Wirtschaftsförderung WIGOS und MaßArbeit umgesetzt wird.