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Eine Übersicht im Förderdschungel von Bund, Ländern und EU bietet die Förderdatenbank - oder Ihr Regionalmanagement! :)

Was das Osnabrücker Land zu bieten hat: ARBEITEN im Osnabrücker Land gibt Infos zu mehreren tausend Stellenangeboten - aus dem SOL und dem ganzen Landkreis.

Drei Fragen an Annegret und Bernhard Heuer, Radroutenpaten

Radroutenpaten 20200909 095549 2➢Herr und Frau Heuer, beschreiben Sie bitte kurz Ihre Position und Ihren Bezug zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land und zum Regionalmanagement.

Bernhard Heuer: Durch die Radwege-Patenschaften sind wir erst seit kurzer Zeit in Kontakt mit der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land. Wir sind somit noch in der Phase des Kennenlernens.

➢Herr und Frau Heuer, was sind Ihre Aufgaben als Radroutenpate und -patin?

Annegret Heuer: Wir fahren regelmäßig die zugeteilten Wegstrecken ab und prüfen Allgemeinzustand und Beschilderung. Aus eigener Erfahrung wissen wir, welche Auswirkungen nicht zu identifizierende, zugewachsene oder fehlende Hinweisschilder haben können.

Bernhard Heuer: In solchen Fällen schreiten wir ein – entweder melden wir den Sachverhalt an die TOL oder, falls möglich, beheben ihn direkt.

➢Was heißt das?

Bernhard Heuer: Schilder reinigen und wieder geraderücken und verdeckende Zweige entfernen.

➢Was ist Ihre Motivation sich in dieser Form ehrenamtlich für die Region zu betätigen?

Annegret Heuer: (lacht) Wir fahren einige Tausend Radkilometer im Jahr - auch als Guide für Radfahrergruppen. Immer wenn wir Wegweiser verpassen oder zugewachsene Schilder nicht finden können, fallen meinem Mann entsprechende Sätze ein. Als ich dann vor einiger Zeit die Suche nach Wegepaten und -patinnen las, konnte ich ihm sagen: Nun kannst du beweisen, dass es auch anders geht.

Bernhard Heuer: Alles lebt und stirbt mit seinen Unterstützern. Da wir ohnehin viel Radfahren, können wir auch gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Und eines muss mal gesagt werden: Wir haben doch im Osnabrücker- und auch im angrenzenden Münsterland ideale Radfahrbedingungen.

(Bildnachweis: Annegret und Bernhard Heuer)

Drei Fragen an Michael Hein, Wandermanager, TERRA.vita

Hein Hiking Mike ont the track 1 quer➢Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Position und Ihren Bezug zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land und zum Regionalmanagement.

Beim Natur- und Geopark TERRA.vita kümmere ich mich um die Wanderinfrastruktur und das Freiwilligenmanagement. Die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land und das Regionalmanagement sind für mich mit dem „Projekt Ahornweg“ verbunden, welches aus meiner Sicht der Grundstein für die weitere Wanderentwicklung war.

➢Herr Hein, wie hat das Regionalmanagement Südliches Osnabrücker Land das Thema Wandern in der Region unterstützen können?

Durch die gute Vernetzung mit den Städten und Gemeinden und das aktive Einbringen in die Arbeitsfelder und die ILEK-Runden.

➢Welche Entwicklungen sehen Sie beim Thema Wandern für die kommenden Jahre?

Erstens mehr regionales und ökologisches Bewusstsein. Viele wollen wieder zu Fuß die unmittelbare Umgebung und Heimat (neu)entdecken. Eine behutsame Nachverdichtung mit Wegevorschlägen ist deshalb wichtig. Dort wo es noch wenige bis gar keine TERRA.tracks gibt, wollen wir das mit den Partnern vor Ort ändern.

Zweitens eine weitere thematische Aufladung der rund 40 TERRA.tracks und auf dem Ahornweg. Beispielsweise zum Thema regionale Produkte.

Drittens das Themenfeld Naturparkwacht als Regelwächter auf den Wanderwegen. Den ein oder anderen sollten wir erinnern, wie man sich im Wald sozial- und umweltverträglich verhält. Als Gast auf den Flächen unserer Partner aus der Land- und Forstwirtschaft wollen wir auch für ein natur- und landschaftsverträgliches Freizeitverhalten einstehen.

(Bildnachweis: TERRA.vita)

Drei Fragen an Dr. Winfried Wilkens, Landkreis Osnabrück, Kreisrat

Dr Wilkens➢Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Position und Ihren Bezug zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land und zum Regionalmanagement.

Die SOL-Bürgermeister*innen haben mich als ständigen Vertreter des Landkreises eingeladen in der Steuerungsgruppe mitzuwirken. Dafür bin ich dankbar, weil ich auf diese Weise immer „taufrische“ Informationen aus dem Kreishaus in die Rathäuser und ins Regionalmanagement und umgekehrt übermitteln kann. Das gemeinsame Nachdenken über Projekte und Initiativen ist ausgesprochen fruchtbar.

➢Herr Dr. Wilkens, wie erleben Sie die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land?

Im Regionalmanagement, in der Steuerungsgruppe und auch in den diversen fachlichen Runden, ist viel Kreativität und Lust an der Gestaltung zu spüren. Nach meiner Überzeugung hat ILE SOL die Gemeinden und damit auch den Landkreis vorangebracht. Deshalb wünsche ich mir eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit in der bevorstehenden, neuen EU-Förderperiode. Vom Land Niedersachsen wünsche ich mir, dass die Gemeinden auch in Zukunft im Rahmen der Integrierten ländlichen Entwicklung – also ILE – zusammenarbeiten können.

➢Welche Vorteile ergeben sich aus der Kooperation für Städte und Gemeinden im ländlichen Raum?

Die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg, in Zeiten immer komplexer werdender Themen, ist wertvoller denn je. Nicht jedes Thema muss in jedem Rathaus „neu erfunden“ werden. Es ist gut voneinander zu wissen, zu lernen und aktiv zu werden. Die „Sahnehaube“ ist, dass es für die SOL-Gemeinden als gemeinsamen „Motor“ das Regionalmanagement gibt. So gelingen viele Kooperationen.

(Bildnachweis: Landkreis Osnabrück)

 

Drei Fragen an Christian Klein, Amt für regionale Landesentwicklung (ArL)

Christian Klein Quer min➢Welche Position und welchen Bezug zur ILE-Region Südliches Osnabrücker Land haben Sie?

Seit August 2017 arbeite ich beim ArL und bin seit Anfang 2018 für das Südl. Osnabrücker Land zuständig. Seitdem habe ich sehr viele schöne Projekte begleitet und unterstützt. Durch die offene und produktive Zusammenarbeit mit den Antragstellern, Gemeinden und Planungsbüros ist mir die Region in dieser Zeit ans Herz gewachsen.

➢Welche Zukunftsaufgaben sehen Sie für die ILE-Region Südliches Osnabrücker Land?

Der demographische Wandel ist eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. Das gilt auch für das Südliche Osnabrücker Land. Es ist wichtig, die notwendige Barrierefreiheit herzustellen und zielgruppengerechte Angebote zu schaffen und zu erhalten. Dabei gilt es die richtige Balance zu finden, um gleichermaßen ein attraktiver Standort für Familien, Senioren, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu bleiben.

➢Welchen Beitrag kann die Integrierte Ländliche Entwicklung leisten?

Sie kann einen großen Beitrag zum Gemeinschaftsleben im Ort beitragen. Die oben bereits erwähnten Angebote für die verschiedenen Zielgruppen können wir mit unseren Förderlinien unterstützen. Das reicht von Mehrgenerationenhäusern und Dorfgemeinschaftshäusern bis hin zu Vereinsheimen und Sport- und Freizeitanlagen.

(Bildnachweis: ArL)

29 Radroutenpaten und -patinnen für das Osnabrücker Land

routenpatentolSechs Radfernwege, 62 Radtouren, 2.800 km Radwege,15.351 Wegweiser und seit kurzem 29 ehrenamtliche Routenpaten und -patinnen sorgen im Osnabrücker Land für ein erstklassiges Radfahrangebot.

Beim ersten Auftakttreffen erhielten die neuen ehrenamtlichen Helfer nicht nur einen Einblick in das Radverkehrsleitsystem, das grundsätzlich von der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land (TOL) betreut wird, sondern mit Karten- und Informationsmaterial, Gartenschere und Glasreiniger auch eine Grundausstattung für ihre Kontrollfahrten. Mindestens zwei Mal im Jahr fahren die Routenpaten und -patinnen zukünftig „ihre“ Wege ab und kontrollieren den Zustand der Beschilderung. Fehler können auf digitalem Wege direkt an die TOL gemeldet werden, die umgehend die Reparatur oder Ersatzbeschilderung veranlasst.

Begeistert über die große Resonanz und das ehrenamtliche Engagement zeigte sich TOL-Geschäftsführerin Petra Rosenbach: „Wir freuen uns sehr, dass unserem Aufruf viele passionierte Radfahrer/-innen gefolgt sind. Das beweist die Beliebtheit des Radfahrens und die hohe Identifikation mit dem Osnabrücker Land als Radregion.“

(Bildnachweis: TOL, Heike Albers)